|
Im Sautrog mit voller Kraft voraus
Viertes Gaudi-Rennen am Sonntag, 11. Juli, auf der alten
Rott - CSU-Prominenz erneut am Start

Packende Positionskämpfe lieferten sich die
Sautrog-Besatzungen beim Rennen im vorigen Jahr. Wer heuer die Bugspitze
vorne hat, entscheidet sich am
Sonntag, 11. Juli, ab 14 Uhr.
Hebertsfelden. Paddeln, was das Zeug hält, aber bloß nicht
kentern! Diesen Balanceakt hinzubekommen, ist die große Kunst beim
Sautrogrennen auf der alten Rott. Und weil nicht jeder Vorwärtsdrang und
Körperbeherrschung in Einklang bringt, kam es bei den bisherigen Schlachten,
wie es kommen musste: So manche Starter legten allzu ungestüm drauf los und
landeten prompt in den Fluten statt im Ziel. Eine neue Chance, es doch
einmal ohne Taufe zu schaffen, bekommen sie am Sonntag, 11. Juli, beim
vierten Sautrogrennen des JU-Ortsverbandes.
--------------------------------------------------------------------------------
Teilnehmer teils zünftig kostümiert
--------------------------------------------------------------------------------
Auch wenn die Besatzungen mit ihren Wackelkisten erst zum
vierten Mal in die Rott stechen, so hat der Wettbewerb doch längst
Kultstatus erreicht. Den verdankt er vor allem der Riesengaudi, die das
Risiko des Umkippens im Ringen um Platz und Sieg so mit sich bringt. Teils
zünftig kostümiert, paddeln die Starter in selbst gebauten, ebenso originell
wie aufwendig dekorierten Trögen unter großem Hallo dem Ziel entgegen. Die
Hoffnungen, dass dem „Engel-Express“ dabei himmlische Mächte Flügel
verleihen oder dunkle Mächte den „Teufelstrog“ nach vorne peitschen, haben
sich, im letzten Jahr zumindest, nicht erfüllt. Schnellstes Team waren da
die „Schwarzviertler“, die bestens beraten waren, allein den eigenen Kräfte
zu vertrauen.
Ein Sieger wird auch wieder am Sonntag, 11. Juli, ermittelt.
Um 14 Uhr fällt der Startschuss zu den Rennen auf der Rott, gleich unterhalb
des Gerätehauses der Feuerwehr, die am selben Tag ihr Sommerfest feiert und
die den JU-Ortsverband wie in den Vorjahren bei der Organisation des
Spektakels nach Kräften unterstützt. Den Schauplatz des Geschehens erreichen
Zuschauer und Teilnehmer nur über die Beckenrandstraße.
Zum Rennen zugelassen werden alle unmotorisierten Sautröge.
Ansonsten gibt es keine Teilnahme- beschränkung. „Wer Lust hat, kann
mitpaddeln“, lautet die Devise. Voranmeldung ist nicht erforderlich, es wird
kein Startgeld erhoben, die Zuschauer haben freien Eintritt. Für die
Bewirtung sorgt die Feuerwehr.
Im Anschluss an das Rennen findet im Festzelt die
Siegerehrung statt. Dabei werden der von Stephan Röke gestiftete Wanderpokal
und weitere Preise überreicht. Wer weiß, ob nicht gar MdL Reserl Sem und MdB
Max Straubinger in die Preisränge paddeln. Ihre neuerliche Teilnahme haben
sie bereits zugesagt, und es ist schwer anzunehmen, dass sich die beiden
Abgeordneten nur allzu gerne rehabilitieren möchten, nachdem sie im Vorjahr
mit ihrem CSU-Wa(h)lfisch buchstäblich baden gegangen waren.
--------------------------------------------------------------------------------
700 Zuschauer im vergangenen Jahr
--------------------------------------------------------------------------------
Ihr Untergang erheiterte Sem und Straubinger selbst genauso
wie die rund 700 Schaulustigen, die vom Ufer aus Zeugen der Havarie der
Volksvertreter wurden. Schönes Wetter vorausgesetzt, ist die Junge Union um
Vorstand Florian Lichtnecker zuversichtlich, dass sich die Zuschauerzahl vom
letzten Mal noch toppen lässt. Genauso optimistisch sind die Organisatoren,
wieder ein stattliches Starterfeld zusammenzubekommen. „Etliche Teams haben
ihre Teilnahme schon angekündigt, natürlich hoffen wir, dass es noch mehr
werden“, so Gemeinderat Claus Utermann. Damit das Spektakel pünktlich
losgehen kann, ersucht die JU alle Teilnehmer, sich bis spätestens 13.30 Uhr
am Start einzufinden.
|