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Pressebericht 31. März 2010

JU sagt Nein zur Frauenquote

 

Junge Union spricht sich gegen Vorschlag von MdL Reserl Sem aus

 

 

Lehnen eine Frauenquote innerhalb der CSU ab: (von links) Kreisvorstandsmitglied Sandra Karl, die stellvertretende JU-Kreisvorsitzende Julia Thannhuber,

JU-Kreisvorsitzender Kyrill Gabor und der

stellvertretende Kreisvorsitzende Christian Steiger. (Foto: red)

 

Pfarrkirchen. Zum Weltfrauentag vor ein paar Wochen machte die Kreisvorsitzende der CSU, Reserl Sem, kräftig Werbung für eine Frauenquote in der CSU. Doch statt auf Unterstützung stößt die Landtagsabgeordnete nun auf Widerstand aus den eigenen Reihen.

 

Der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Kyrill Gabor, erklärt: „Der Kreisverband der Jungen Union lehnt eine Frauenquote in der CSU ab. Sie ist nicht im Sinne einer modernen Parteiarbeit. Quotenregelungen widersprechen der Demokratie. Eine Quote vermittelt die falsche Botschaft. Geschlecht darf Qualifizierung nicht ersetzen.“ Stattdessen müsse gelten: Wer in der Politik was werden will, müsse sich durchsetzen - egal ob Mann oder Frau. Auch Männer seien nicht in Führungsgremien gewählt worden, nur weil sie Männer sind.

 

Gabor meint, dass sich bei Einführung einer Quote alle Frauen in Führungspositionen automatisch dem Vorwurf ausgesetzt sähen, sich nur über eine Quotenregelung durchgesetzt zu haben. Das würde den engagierten Frauen nicht gerecht und wäre zudem schädlich für diese, da man sie als „Quotenfrauen“ abqualifizieren könnte. Die Junge Union fordert, dass anstelle der Quote eine konsequente Frauenförderung auf allen Ebenen der CSU mittels der bereits erfolgreichen Mentoringprogramme, über Schulungen und speziell auf Frauen abgestimmte Mitgliedergewinnungsprogramme stattfindet. Wenn sich dadurch der Frauenanteil erhöhe, werde sich dies mittelfristig auch in den Führungsgremien der Partei zeigen.

 

Gestützt sieht sich die Kreisvorstandschaft durch den Landesausschuss. Dieser hat ein Papier mit dem Titel „Nein zur Quote - Für echte Frauenförderung“ verabschiedet - die Autorinnen des Papiers sind mit Katrin Poleschner, Kathrin Alte, Katrin Mair und Alexandra Langer vier Frauen. Als Leitlinie solle gelten: Die CSU wird nicht automatisch nur dadurch für Frauen attraktiver, dass sie mehr Frauen in Führungspositionen hat. Entscheidender ist, dass die CSU die richtige Frauenpolitik macht und Themen anspricht, die Frauen von heute bewegen. - red

 

zur Pressemitteilung der JU Rottal-Inn

 
 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite 23.01.2012