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JU sagt Nein
zur Frauenquote
Junge Union
spricht sich gegen Vorschlag von MdL Reserl Sem aus

Lehnen eine Frauenquote innerhalb der CSU ab: (von links)
Kreisvorstandsmitglied Sandra Karl, die stellvertretende JU-Kreisvorsitzende
Julia Thannhuber,
JU-Kreisvorsitzender Kyrill Gabor und der
stellvertretende Kreisvorsitzende Christian Steiger. (Foto: red)
Pfarrkirchen.
Zum Weltfrauentag vor ein paar Wochen machte die
Kreisvorsitzende der CSU, Reserl Sem, kräftig Werbung für eine Frauenquote
in der CSU. Doch statt auf Unterstützung stößt die Landtagsabgeordnete nun
auf Widerstand aus den eigenen Reihen.
Der Kreisvorsitzende der Jungen Union,
Kyrill Gabor, erklärt: „Der Kreisverband der Jungen Union lehnt eine
Frauenquote in der CSU ab. Sie ist nicht im Sinne einer modernen
Parteiarbeit. Quotenregelungen widersprechen der Demokratie. Eine Quote
vermittelt die falsche Botschaft. Geschlecht darf Qualifizierung nicht
ersetzen.“ Stattdessen müsse gelten: Wer in der Politik was werden will,
müsse sich durchsetzen - egal ob Mann oder Frau. Auch Männer seien nicht in
Führungsgremien gewählt worden, nur weil sie Männer sind.
Gabor meint, dass sich bei Einführung
einer Quote alle Frauen in Führungspositionen automatisch dem Vorwurf
ausgesetzt sähen, sich nur über eine Quotenregelung durchgesetzt zu haben.
Das würde den engagierten Frauen nicht gerecht und wäre zudem schädlich für
diese, da man sie als „Quotenfrauen“ abqualifizieren könnte. Die Junge Union
fordert, dass anstelle der Quote eine konsequente Frauenförderung auf allen
Ebenen der CSU mittels der bereits erfolgreichen Mentoringprogramme, über
Schulungen und speziell auf Frauen abgestimmte Mitgliedergewinnungsprogramme
stattfindet. Wenn sich dadurch der Frauenanteil erhöhe, werde sich dies
mittelfristig auch in den Führungsgremien der Partei zeigen.
Gestützt sieht sich die
Kreisvorstandschaft durch den Landesausschuss. Dieser hat ein Papier mit dem
Titel „Nein zur Quote - Für echte Frauenförderung“ verabschiedet - die
Autorinnen des Papiers sind mit Katrin Poleschner, Kathrin Alte, Katrin Mair
und Alexandra Langer vier Frauen. Als Leitlinie solle gelten: Die CSU wird
nicht automatisch nur dadurch für Frauen attraktiver, dass sie mehr Frauen
in Führungspositionen hat. Entscheidender ist, dass die CSU die richtige
Frauenpolitik macht und Themen anspricht, die Frauen von heute
bewegen. - red
zur
Pressemitteilung der JU Rottal-Inn
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