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Pressebericht 09. August 2010

JU bedauert Aus für Disco- und Freizeitbus

 

Kreisvorstand kündigt Bemühungen um Wiedereinführung an - „Letztes Wort noch nicht gesprochen“

 

 

Bedauert das Ende für den Discobus: JU-Chef Kyrill Gabor.

 

Pfarrkirchen. Mit Bedauern hat die Junge Union Rottal-Inn auf den Beschluss des Kreisausschusses reagiert, den Disco-und Freizeitbus im September einzustellen. „Schade, dass eine Minderheit an pöbelnden Fahrgästen über ein Angebot, das an alle Jugendlichen und jungen Menschen im Landkreis gerichtet war, entscheiden kann“, so der Kreisvorsitzende, Kyrill Gabor, in einer Pressemitteilung.

 

Vor der endgültigen Entscheidung zur Abschaffung, hätte man zumindest noch einen Appell an die Fahrgäste richten können, sich doch anständig zu benehmen, so die JU. „Man hätte beispielsweise bei Betreten des Busses an die Mitfahrer Flugblätter ausgeben und darin auf die Problematik und die Konsequenzen bei Nichteinhaltung der normalen Verhaltensregeln hinweisen können.“ Nach einer späteren Bewertung, ob diese Aktion erfolgreich war, hätte man im Kreistag noch immer entscheiden können, sagt Gabor. Wünschenswert wäre gewesen, dass sich somit ein breiteres Gremium mit der Sache befasst hätte, ergänzt stellvertretender Kreisvorsitzende Christian Steiger.

 

„Natürlich wollen wir die aufgetretenen Probleme mit betrunkenen Fahrgästen nicht kleinreden“, betont Gabor. So aber knicke man ohne großen Gegenversuch vor einer Minderheit an stänkernden Fahrgästen ein. Der Großteil der im Schnitt 242 Passagiere pro Abend habe sich schließlich anständig verhalten und müsse nun die Konsequenzen mit ausbaden. Stv. Kreisvorsitzenden Franz Reiter wundert es dennoch, „dass bis dato von Vorfällen, die eine sofortige Abschaffung rechtfertigen würden, nichts bekannt wurde.“

 

Beim Start des Angebots im Jahr 1995 sei es vor allem das Ziel gewesen, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sicher und zuverlässig am Wochenende das Freizeit- und Unterhaltungsangebot im Landkreis zu nutzen. Wenn nun die Abschaffung auch damit begründet werde, dass es nicht Aufgabe der öffentlichen Hand sei, Jugendliche zu Diskotheken zu fahren, habe man unterm Strich zwar Recht. Mit einer solchen Begründung konterkariere man allerdings die Entscheidung, den Bus überhaupt einzurichten. Auf die These, dass die Nutzer des Busses noch nicht über einen Führerschein oder ein Auto verfügen würden, entgegnet die JU, dass auch ein 16-jähriger Mopedfahrer einen Unfall verursachen könne.

 

Gleichzeitig kündigt die Junge Union in der Pressemitteilung an, sich für eine Wiedereinführung des Busses einzusetzen. Das letzte Wort sei hier noch nicht gesprochen.  - red

 
 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite 23.01.2012