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JU bedauert Aus für Disco- und
Freizeitbus
Kreisvorstand kündigt Bemühungen um
Wiedereinführung an - „Letztes Wort noch nicht gesprochen“

Bedauert das Ende für den Discobus: JU-Chef Kyrill Gabor.
Pfarrkirchen.
Mit Bedauern hat die Junge Union Rottal-Inn auf den Beschluss
des Kreisausschusses reagiert, den Disco-und Freizeitbus im September
einzustellen. „Schade, dass eine Minderheit an pöbelnden Fahrgästen über ein
Angebot, das an alle Jugendlichen und jungen Menschen im Landkreis gerichtet
war, entscheiden kann“, so der Kreisvorsitzende, Kyrill Gabor, in einer
Pressemitteilung.
Vor der endgültigen Entscheidung zur
Abschaffung, hätte man zumindest noch einen Appell an die Fahrgäste richten
können, sich doch anständig zu benehmen, so die JU. „Man hätte
beispielsweise bei Betreten des Busses an die Mitfahrer Flugblätter ausgeben
und darin auf die Problematik und die Konsequenzen bei Nichteinhaltung der
normalen Verhaltensregeln hinweisen können.“ Nach einer späteren Bewertung,
ob diese Aktion erfolgreich war, hätte man im Kreistag noch immer
entscheiden können, sagt Gabor. Wünschenswert wäre gewesen, dass sich somit
ein breiteres Gremium mit der Sache befasst hätte, ergänzt stellvertretender
Kreisvorsitzende Christian Steiger.
„Natürlich wollen wir die aufgetretenen
Probleme mit betrunkenen Fahrgästen nicht kleinreden“, betont Gabor. So aber
knicke man ohne großen Gegenversuch vor einer Minderheit an stänkernden
Fahrgästen ein. Der Großteil der im Schnitt 242 Passagiere pro Abend habe
sich schließlich anständig verhalten und müsse nun die Konsequenzen mit
ausbaden. Stv. Kreisvorsitzenden Franz Reiter wundert es dennoch, „dass bis
dato von Vorfällen, die eine sofortige Abschaffung rechtfertigen würden,
nichts bekannt wurde.“
Beim Start des Angebots im Jahr 1995
sei es vor allem das Ziel gewesen, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben,
sicher und zuverlässig am Wochenende das Freizeit- und Unterhaltungsangebot
im Landkreis zu nutzen. Wenn nun die Abschaffung auch damit begründet werde,
dass es nicht Aufgabe der öffentlichen Hand sei, Jugendliche zu Diskotheken
zu fahren, habe man unterm Strich zwar Recht. Mit einer solchen Begründung
konterkariere man allerdings die Entscheidung, den Bus überhaupt
einzurichten. Auf die These, dass die Nutzer des Busses noch nicht über
einen Führerschein oder ein Auto verfügen würden, entgegnet die JU, dass
auch ein 16-jähriger Mopedfahrer einen Unfall verursachen könne.
Gleichzeitig kündigt die Junge Union in
der Pressemitteilung an, sich für eine Wiedereinführung des Busses
einzusetzen. Das letzte Wort sei hier noch nicht gesprochen. - red
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